NOCHNICHTMEHRDAZWISCHEN

STADT: Berlin
ORT: Mastul e.V., Liebenwalder Str. 33, 13347 Berlin
TURNUS: vier Mal pro Jahr
SEIT: 2018

nochnichtmehrdazwischen ist eine Lesereihe, die in vier Veranstaltungen Literatur vorstellt, die in bestimmter Form – sei es in sprachlicher, interdisziplinärer, inhaltlicher Weise oder auch über ihren Publikationsweg – einen oder mehrere Umwege geht.
Dabei hat jede ihren eigenen Themenschwerpunkt.
Im Vordergrund sehen wir dabei Fragen, die entstehen, wenn sich für einen Umweg entschieden wird: Welche Chancen, aber auch Probleme, ergeben sich daraus oder liegen dem Betreten eines solchen Weges eventuell schon zugrunde? Handelt es sich beim Begehen eines Umwegs überhaupt um eine Entscheidung oder vielleicht sogar um eine Notwendigkeit?
nochnichtmehrdazwischen stellt mit Blick auf die Strukturen des Literaturbetriebs aufregende Texte, Bücher, Autor*innen, Literat*innen und Künstler*innen vor und wird veranstaltet vom Kollektiv IrrAbUm, das sich im Sommer 2017 gegründet hat.

REDAKTION: Insa Hansen-Goos, Sara Trapp, Lisa Raunitschka, Martin Neusiedl, Theresa Meschede

WEBSEITE: www.nochnichtmehrdazwischen.com
KONTAKT: kollektiv.umwege[at]gmail.com
SOCIAL MEDIA: www.facebook.com/nochnichtmehrdazwischen

Related upcoming events

  • 05-12-2018 20:00 - 05-12-2018 23:00

    nochnichtmehrdazwischen #4
    Neben_An mit Helene Hegemann und Anke Stelling

    Mietwohnung oder integratives Hausprojekt, Hochhaus oder Bungalow. Anke Stelling und Helene Hegemann schreiben über Mädchen und Frauen, die auf PVC und fleckigen Teppichböden statt auf abgeschliffenen Holzdielen groß werden.

    Helene Hegemanns Charlie wohnt mit ihrer alkoholkranken Mutter im Plattenbau. Die Welt um sie herum zerfällt. Alles stirbt. Vom Balkon blickt sie auf den Bungalow eines exaltierten Künstlerpaares und verliebt sich.
    In die schnörkellose Schönheit der Architektur, die glitzernde Welt, in ein anderes Leben.
    Verzweifelt versucht sie, über Gartenmauern zu klettern und die Grenze zwischen diesen Welten zu verwischen.

    Anke Stellings Resi wohnt mit ihrer Familie zur Untermiete in einer Berliner Altbauwohnung. Diese wurde frei als die vorherigen Bewohner*innen und Freunde ins Hausprojekt zogen. Sie ist Schriftstellerin und schreibt über ihr Leben, inklusive dieser Freunde. Die finden das nicht so toll: Es wird gekündigt. Erst die Freundschaft, dann die Wohnung.
    Und Resi fragt sich, ob sie das nicht alles hätte wissen müssen.

    Wir sprechen über Lebensräume, Architektur und soziale Klassen. Kann man seine Herkunft hinter sich lassen? Was macht der Boden, auf dem man Laufen lernt, mit einem? Und wieso wird über Klassen- und finanzielle Unterschiede nicht mehr gesprochen? Und wie kann man, wie muss man darüber schreiben?

    Helene Hegemann liest aus ihrem neuen Roman „Bungalow“ und Anke Stelling aus „Schäfchen im Trockenen“.