Das Projekt „Kontext – Literatur veranstalten“ findet in den Jahren 2025 bis 2028 statt. Es entwickelt und erprobt neue Formate für Literaturveranstaltungen. Daraus wird ein Pool mit innovativen Ideen entstehen, die in das Netzwerk der Unabhängigen Lesereihen und darüber hinaus in die Literaturszene getragen werden.
Die Art und Weise, wie Gegenwartsliteratur vermittelt und präsentiert wird, wirkt auf ihre Inhalte und ihre Form zurück. Deshalb setzen wir mit „Kontext – Literatur veranstalten“ den Fokus auf die künstlerische Gestaltung von Literaturveranstaltungen. Lesereihen experimentieren im gesamten Bundesgebiet in dutzenden Veranstaltungen etwa mit Klang oder Performance, mit Übersetzung oder Mehrsprachigkeit. An neuen Veranstaltungsorten wie Kunstvereinen, Spätis oder Brachflächen laden die Lesereihen das Publikum etwa zum kollektiven Schreiben ein, öffnen Reflexionsräume und lassen sich auf gemeinsame Entdeckungsprozesse ein. Auf diese Weise werden wir durch „Kontext – Literatur veranstalten“ neue literarische Stimmen präsentieren und publikumsnahe Formate sowohl in kleinen als auch großen Städten schaffen. Über drei Jahre hinweg wird so die zeitgenössische Literatur im deutschsprachigen Raum in ihrer ganzen Vielfalt und all ihren Möglichkeiten gestärkt.
Das kuratorische Team hat nun für das Projekt acht Formatideen von Lesereihen aus dem gesamten Bundesgebiet ausgewählt, die bei einer internen Auftaktkonferenz im Mai 2026 in Köln vorgestellt wurden und in den kommenden Monaten bei dutzenden Literaturveranstaltungen erprobt werden. (Fotos der Formatvorstellungen von Silviu Guiman)
Weitere Termine folgen hier in Kürze
Interne Auftaktkonferenz in Köln im Mai 2026 © Silviu Guiman
Kontakt
Christina Madenach, Projektleitung
Mail: christina.madenach@lesereihen.org
Fon: 0049 1575 711 4005
Zina Rupp, Presse und Kommunikation
Mail: zina.rupp@lesereihen.org
Fon: 0049 1522 488 1164
Kuratorisches Team
Das kuratorisches Team begleitet das Projekt inhaltlich und konzeptuell.
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Leyla Ercan (M.A. Anglistik/Amerikanistik, Germanistik, Sozialpsychologie) arbeitet freiberuflich als Kulturmanagerin und -beraterin, Referentin und Lehrbeauftragte zu Diversität, Inklusion und Teilhabe, mit einem besonderen Fokus auf diversitätsorientierte, intersektional-diskriminierungskritische Organisationsentwicklung in Kultureinrichtungen und Kritischen Kulturellen Praktiken in Kunst und Kultur. Als Diversitätsexpertin wirkt sie in vielen Jurys und Gremien mit, u. a. aktuell bei der Entwicklung des bundesweit ersten Diversity-Audit-Verfahrens im Kulturbetrieb, unter der Leitung des Zentrums für Kulturelle Teilhabe Baden-Württemberg. Zuletzt war sie als Diversitätsagentin am Niedersächsischen Staatstheater Hannover für die Diversitätsentwicklung in Programm, Publikum, Personal zuständig.
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Dr. phil. Rebecca Faber ist Autorin, Literaturwissenschaftlerin und Kuratorin. Seit 2009 ist sie in der freien Literaturszene Münchens aktiv: unter anderem als Ko-Organisatorin des Texttreffens, Ko-Kuratorin der Lesereihe LIX und Vorstandsmitglied des Vereins Unabhängige Lesereihen e.V. Seit 2022 arbeitet sie als Programmkuratorin in der Monacensia im Hildebrandhaus. Seit 2024 ist sie Jurymitglied des Ernst-Hoferichter-Preises. Literarisch beschäftigt sie sich mit englischen Mädchen und Frauen des 17. Jahrhunderts.
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André Patten entwickelt seit über zehn Jahren literarische Projekte in Köln und darüber hinaus. 2014 war er Mitbegründer des Kölner LAND IN SICHT e.V., für den er bis heute Veranstaltungen wie die Short Story Night und den Kölner Förderpreis für junge Literatur gemeinsam mit Kevin Kader organisiert. Seit 2023 ist er Mitglied des dreiköpfigen geschäftsführenden Vorstands der Literaturszene Köln, der Interessenvertretung der professionellen Literaturakteur*innen in Köln. Sein Erzählband „So glücklich war ich noch nie” erschien 2021 im Kölner Verlag parasitenpresse, der im selben Jahr mit dem Deutschen Verlagspreis ausgezeichnet wurde. Lehrtätigkeiten im Bereich Literarisches Schreiben führten ihn unter anderem an die Kunsthochschule für Medien Köln und das Goethe-Institut Kyjiw. Er studierte Politikwissenschaft, Geschichte und Philosophie in Bonn, Wien und München sowie Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und arbeitet heute für die Deutsche UNESCO-Kommission.
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Annie Rutherford ist Übersetzerin und kulturelle Projektleiterin, die hauptsächlich mit Lyrik und übersetzter Literatur arbeitet. Sie arbeitet zurzeit als Creative Producer bei „Push the Boat Out” – Edinburghs Internationalem Lyrikfestival – und als Programmmanagerin des Internationalen Literaturaustauschs beim National Centre for Writing. Sie übersetzt aus dem Deutschen, Französischen und Belarussischen ins Englische und hat kürzlich Die Judenbuche von Annette von Droste-Hülshoff übersetzt. 2025 war sie Translator in Residence für das British Centre für Literary Translation.
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Theresa Seraphin ist Autorin, Theatermacherin und Kuratorin. Sie studierte Dramaturgie, Komparatistik und Kunstgeschichte an der Theaterakademie August Everding sowie der Kyonggi Universität Seoul (Südkorea). 2016 gründete sie zusammen mit Raphaela Bardutzky das NETZWERK MÜNCHNER THEATERTEXTER*INNEN (NMT). Sie ist Absolventin des Studiengangs „Kuratieren in den Szenischen Künsten“ und arbeitete bis 2022 als Dramaturgin an der ARGEkultur in Salzburg. Gemeinsam mit dem Autor Jan Geiger kuratiert sie GLITSH, Reihe für performative Texte am PATHOS theater. Theresa Seraphin hat einen Schwerpunkt auf kollektiven Textprozessen. Zuletzt erarbeitete sie gemeinsam mit Denijen Pauljević und der kenianischen Autorin Ursula Gisemba die deutsch-kenianische Koproduktion THIS PLOT IS NOT FOR SALE. Ihr Text ERIK*A (Schauburg München) wurde 2024 mit dem Jugendstückpreis des Heidelberger Stückemarkts ausgezeichnet. Das Lyrik-Debüt PIGEON HEART ist für 2026 in Planung, 2025 erhielt sie dafür das Literaturstipendium der Stadt München.
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Ayna Steigerwald, geboren in Brüssel und aufgewachsen in München, lebt in Hamburg. Sie arbeitet als Autorin, Dramaturgin, Kuratorin und Veranstalterin in der Freien Szene. 2019 war sie Teil der Künstlerischen Leitung des „ULF – Das Unabhängige Lesereihen Festival” in Nürnberg und von 2020-24 Teil des Kunst- und Diskursfestivals „fluctoplasma” in Hamburg. Seit 2024 war sie u. a. für das „Fringify – Independent Arts Festival” Hamburg als Kuratorin und Jurorin tätig. Mit einem Kollektiv betreibt sie 2024 ein temporäres 'lab for art and research' namens „REMISE”. Zusammen mit Jonis Hartmann gründet sie 2025 „i'm growing fur”, eine Lesereihe für Lyrik und Übersetzung in Hamburg. Neben Mehrsprachigkeit liegt der Fokus auf den Fragen oder Möglichkeiten solidarischer Räume und Veranstaltungen.
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Tabea Steiner, Jahrgang 1981, hat das Thuner Literaturfestival initiiert, ist Mitorganisatorin des Berner Lesefestes „Aprillen”, arbeitet als Dozentin für literarisches Schreiben am Studiengang „illustration fiction” an der HSLU und lebt in Zürich. MA in Literaturwissenschaft und Geschichte. Mit ihrem ersten Roman „Balg” war sie 2019 für den Schweizer Buchpreis nominiert und Stipendiatin am Literarischen Colloquium Berlin. 2020 erhielt sie den Werkbeitrag der Stiftung Landis & Gyr und ist 2025 Artist in Residence im Herrenhaus Edenkoben. Ihr zweiter Roman „Immer zwei und zwei” erschien im Frühjahr 2023 in der edition Bücherlese, und ihre Essays kamen 2022 unter dem Titel „Provinces” in englischer Übersetzung heraus und erschienen im Herbst 2024 auf Deutsch unter dem Titel „Heidi kann brauchen, was sie gelernt hat”.
Vorstellung der Formate
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Ausgepackt
Hannover, Münster
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bitte -setzen! : Dichten in 4D
Berlin
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brave as poetry
München
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Die andere Lesung
Hamburg, Sittensen
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Flux Sessions
Lausitz, Freiburg
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i speak as a twin
Berlin
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Literaturwaende
Leipzig
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zwischen/raum
Stuttgart